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Kellerbrand in Industriegebäude

  Einsatzbeginn 08.02.2020, 07:36 Uhr

  Spreegasse, Nordostring-Bautzen

  B3 – Brandeinsatz groß

Einsatzbericht

Am Samstagmorgen wurden gegen 07.30 Uhr die Berufsfeuerwehr gemeinsam mit den Ortsfeuerwehren Bautzen-Mitte, Niederkaina & Stiebitz zu einem Kellerbrand auf die Spreegasse alarmiert.

Als der Löschzug der Berufsfeuerwehr wenig später eintraf, war eine massive Rauchentwicklung aus dem Kellerbereich sichtbar. Es handelte sich hier um ein altes Industriegebäude, welches jetzt im Kellerbereich als Lager genutzt wurde. Im Verlauf der Lageerkundung stellte sich heraus, dass sich noch eine Familie in einer Wohnung in dem Objekt befand. Dadurch, dass der natürliche Rettungsweg (Treppenhaus) durch die Verqualmung unpassierbar geworden war, wurden die Personen schnell über die Drehleiter ins Freie gebracht und durch den Rettungsdienst untersucht.

Parallel wurde ein Zugang zum Keller geschaffen, um zur Brandbekämpfung vorzugehen. Zwischenzeitlich wurde Vollalarm für alle Feuerwehren der Stadt Bautzen gegeben. Die riesige und unübersichtliche Kellerfläche erschwerte das Vorgehen massiv. Hinzu kam die sehr starke Verrauchung und auch die extreme Hitze. Um das Objekt wurden Öffnungen geschaffen, damit die Hitze und der Qualm abziehen konnten. Im Verlauf wurden auch die Atemschutzgeräteträger knapp. 

Wir alarmierten die Feuerwehren aus Göda, Kubschütz und Malschwitz nach, um genügend weitere Atemschutzgeräteträger vor Ort zu haben. Weiterhin war auch die Schnell-Einsatz-Gruppe in Stellung gegangen und errichtete ein beheiztes Zelt und sorgte ebenfalls für die medizinische Absicherung.

Die Feuerwehr Großdubrau besetzte die Hauptfeuerwache um bei weiteren Einsätzen handeln zu können. Weiter kam der ELW2 (Einsatzleitwagen) der Berufsfeuerwehr Hoyerswerda zum Einsatz, um uns in der Einsatzleitung zu unterstützen. Auch das feuerwehrtechnische Zentrum des Landkreises unterstützte uns mit weiteren Atemschutzgeräten. 

Im Brandobjekt kämpften sich die Trupps immer weiter vor. Am frühen Nachmittag konnte der direkte Brandherd erreicht und mit Hilfe mehrerer Trupps liquidiert werden. Hierbei kam Wasser, Schaum und F500 (ein Multifunktionslöschmittel) zum Einsatz. Weitere Trupps kamen zum Einsatz um das Brandgut auseinander zu ziehen und endgültig abzulöschen. Gegen 14.30 Uhr wurde die Einsatzstelle zurückgebaut, die Kräfte und Mittel fuhren nach und nach wieder ihre Standorte an.

Auf der Hauptwache ging die Materialschlacht dann weiter. Alle Geräte, Uniformen und Atemschutzgeräte mussten gesäubert werden. So wurden unter anderem 29 B-Druckschläuche, 23 C-Druckschläuche und über 40 Atemschutzgeräte benötigt. Am Sonntagvormittag wurde die Einsatzstelle ein letztes Mal kontrolliert und die letzte Schlauchleitung abgebaut.

Eingesetzte Kräfte

BF Bautzen, FF Bautzen-Mitte, FF Niederkaina, FF Kleinwelka, FF Salzenforst, FF Stiebitz, Kreisbrandmeister, OrgLeiter-Rettungsdienst, Polizei, Rettungsdienst, FF Göda, FTZ Kamenz, ASB SEG Bautzen, FF Kubschütz, FF Malschwitz, BF Hoyerswerda

Bilder zum Einsatz

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