Die Bautzener Feuerwehr in Kriegszeiten

Auch wenn wir über keine Hinweise von Einsätzen verfügen, dürfte die Freiwillige-Bürger-Feuer-Compagnie vor allem im Mai des Jahres 1813, als zahlreiche Ortschaften in der unmittelbaren Umgebung der Stadt im Napoleonischen Krieg in Flammen aufgingen, unter einer hohen Anspannung gestanden haben. Im Verlauf des 1. WK war es im Jahr 1917 durch die rasant steigende Zahl der Einberufungen zum Militärdienst notwendig geworden, die unerträglich stark gelichteten der Freiwilligen Feuerwehr Bautzen mit Oberschülern aufzufüllen. Jede Bautzener höhere Lehranstalt hatte dazu eine “freiwillige” Mannschaft zu stellen. Neben schulspezifischen farbigen Mützen trugen die Schüler zusätzlich Armbinden in den Stadtfarben Blau-Gelb. Allwöchentlich wurde eine Übung auf dem Schützenplatz abgehalten. Mitte des Jahres 1919 wurde die Schülerfeuerwehr wieder aufgelöst, und den Schülern wurde durch die Schulbehörde ein weiterer Verbleib bei den Löschmannschaften untersagt. Es konnte aber nicht verhindert werden, dass einige Schüler nach der Schulzeit zur Feuerwehr zurückfanden. Noch einmal sollte ein Krieg , schon im Rahmen seiner Vorbereitung, auf die Jugend zurückgreifen. 1935 bereits wurden in Deutschland erste Bestrebung erkennbar, in den Feuerwehren bestehende Jugendgruppen mit der “Hitler-Jugend” in Verbindung zu bringen.

1938 – 1945

  • 1938 einigten sich das “Amt für Freiwillige Feuerwehr” im Reichsministerium des Inneren und die “Reichsjugendführung” darauf, erste reine HJ-Feuerwehrscharen aufzustellen.
  • 1942 wurde in Bautzen eine HJ-Feuerwehrschar, die anfangs 20, später 30 umfasste, aufgestellt und ausgebildet.
  • Am 18. Mai 1945 ging durch Brandstiftung das Eckhaus der Fa. Preißer am Kornmarkt in Flammen auf.
  • Am 19. Mai 1945 brannte ebenfalls durch Brandstiftung das Haus auf der Steinstraße Nummer 15 (Frisörsalon Rinnelt und Kosa-Schokoladengeschäft) nieder.