Beschließung des neuen Brandschutzbedarfsplanes, 29.11.2017

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Stadtrat bringt Brandschutzbedarfsplan auf den Weg

In seiner Sitzung am 29. November einigten sich die Stadträte auf einen richtungsweisenden Brandschutzbedarfsplan. In den nächsten Jahren soll die Bautzener Berufsfeuerwehr personell und technisch aufgestockt werden. Anders kann sie den wachsenden Anforderungen bald nicht mehr gerecht werden

Was ist ein Brandschutzbedarfsplan?

Ein Brandschutzbedarfsplan ermittelt für die jeweilige Gemeinde/Stadt, welche Ausrüstung, Fahrzeugtechnik und Personal zur Erfüllung der Aufgaben notwendig sind. Auch die Gerätehäuser stehen im Fokus. In allen Bereichen hat die Bautzener Berufsfeuerwehr Nachholbedarf. Der Plan wird zukunftsweisend erstellt, regelt sozusagen den Werdegang der Feuerwehren für die nächsten Jahre. Feuerwehrchef Markus Bergander betont zwar, dass sich der Ausstattungs- und Personalgrad der Bautzener Berufsfeuerwehr auf einem hohen Standard befindet.

Er weist aber auch darauf hin, dass die freiwilligen Kräfte schon jetzt nicht mehr ausreichend zur Verfügung stehen. „Auf dem Papier liest sich die Struktur der Freiwilligen sehr gut“, so Bergander. „Tatsächlich arbeiten die Frauen und Männer aber teilweise in Dresden oder an anderen Orten. Damit stehen sie für den Einsatz an einem normalen Wochentag praktisch nicht zur Verfügung“. Folglich beschloss der Stadtrat mit dem Brandschutzbedarfsplan eine personelle Verstärkung der Wachschicht. Danach sollen in den kommenden Jahren sukzessive Kräfte eingestellt werden.

Wird sich auch die Fahrzeugtechnik verändern?

Die Fahrzeugtechnik der Feuerwehr Bautzen ist gegenwärtig auf einem guten Stand. Natürlich muss dieser Stand weiter gehalten werden. Das ist notwendig damit die Einsatzkräfte alle anfallenden Einsätze optimal abarbeiten können. So wurde vor wenigen Wochen eines neues Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug für die Ortsfeuerwehr Stiebitz vom Hersteller abgeholt.

Des Weiteren sind für die kommenden Jahre weitere Ersatzbeschaffungen in den Ortsfeuerwehren geplant. Für die Berufsfeuerwehr wird außerdem ein Einsatzleitwagen beschafft. Dieses Fahrzeug wird technisch so ausgerüstet sein, wie es für die Leitung, die regelkonforme Abarbeitung und die Auswertung eines größeren Einsatzes dringend nötig ist.

Es wird auch bauliche Veränderungen geben

Gegenwärtig läuft in Niederkaina der Neubau einer Hochwasserhalle. Hier sollen dann verschiedene Utensilien ihren Platz finden wie z.B. Sandsäcke, Sand und verschiedene Geräte. An die Hochwasserhalle wird später das neue Gerätehaus für die Ortsfeuerwehr Niederkaina gebaut.

Die Platzreserven auf der Hauptfeuerwache in Gesundbrunnen sind mehr als erschöpft. Geplant ist ein Anbau von Lagerflächen als auch von Fahrzeugstellplätzen.

Das Gerätehaus der Ortsfeuerwehr Salzenforst weist für einen regelkonformen Dienstbetrieb gravierende Mängel auf. Auch hier soll Abhilfe geschaffen werden.

Im Ortsteil Stiebitz soll der Parkplatz sicherer gemacht werden. Fehlende Beleuchtung und schlechte Bodenverhältnisse erhöhen die Unfallgefahr für die Einsatzkräfte massiv.