Brand Sportlerheim, Großdubrauer Straße, Kleinwelk

Datum: 30.05.2014 | 18:26 Uhr
Stichwort: Mittelbrand (B2) – Menschenleben in Gefahr
Einsatzort: Großdubrauer Straße, Kleinwelka

Bericht:

Zum Freitagabend zog ein kleines Gewitter über den Bautzener Stadtteil Kleinwelka. Dieses brachte Regen sowie Blitz & Donner mitsich. Plötzlich schlug ein Blitz in das Sportlerheim an der Großdubrauer Straße ein. Zu allem Unglück befanden sich zu dem Zeitpunkt auch mehrere Personen in dem Gebäude. Des Weiteren schlug noch ein Blitz in das daneben gelegene Waldstück ein. Ein Baum kippte um und versperrte den Zufahrtsweg zum Objekt.

Gegen 18:26 Uhr wurden die Ortswehren Kleinwelka und Bautzen-Mitte alarmiert. Kurz darauf die Ortswehr Salzenforst. Das Sportlerheim brannte inzwischen im Umkleidebereich, überall lagen Verletzte sowohl im Gebäude als auch im Außenbereich. So wurde auch die SEG (Schnelle-Einsatzgruppe) des ASB Bautzen alarmiert.

Als erstes wurde durch die Ortswehr Kleinwelka die Zufahrt freigesägt. Dann ging es an die Verletztenversorgung. Zwischenzeitlich baute die SEG einen Behandlungsplatz, direkt auf dem Sportplatz auf.

Parallel lief die Menschenrettung durch die Ortswehren Kleinwelka & Bautzen-Mitte im Gebäude an. Zusätzlich wurde die Wasserversorgung über eine lange Wegestrecke realisiert. Dem nahmen sich die Ortswehren Salzenforst und Bautzen-Mitte an.

Es wurden insgesamt 11 Personen, die alle professionell geschminkt waren, an den Rettungsdienst übergeben und versorgt. Der Brand wurde zeitnah liquidiert.

Im Verlaufe der Einsatzübung wurde allen klar das es sich hierbei um eine Einsatzübung handelte. Allerdings spielte das Wetter “super” mit. Zum Alarmierungszeitpunkt zog ein Gewitter über den Stadtteil Kleinwelka hinweg.

Ziel dieser Einsatzübung war es die Einsatzleitung auf den Schultern einer Ortswehr zu verteilen und entsprechend dem Führungsaufbau nach FwDV 100 arbeiten zu lassen, da die Berufsfeuerwehr hier bewusst raus gelassen wurde. Des Weiteren sollte der Aufbau einer langen Wegestrecke geprobt werden. Auch die Zusammenarbeit unter den Hilfsorganisationen zu fördern war ein Ziel dieser Übung.

Die Übung verlief erfolgreich. Dennoch wurden kleine Mängel entdeckt und angesprochen. In den zukünftigen Standortausbildungen sollen weiter Ausbildungen erfolgen um die Qualität der Arbeit weiter zu festigen und zu erhöhen.

Nach der Übung gab es für alle noch eine kleine Stärkung.

Eingesetzte Kräfte und Mittel

Text | Bilder: P. Stübner