Personenrettung aus einsturzgefährdetem Gebäude, Zschorna, 09.06.2013

Datum: 09.06.2013 | 15:13Uhr
Stichwort: Großbrand
Einsatzort: Ortslage Zschorna (Gemeinde Hochkirch)

Bericht:

Über den östlichen Teil des Landkreises Bautzen (Schwerpunkt Gemeinden Hochkirch und Weißenberg) fegte ein sehr heftiges Unwetter mit Sturmböen, extremen Starkregen, Hagel und schweren Gewittern. An einem Punkt wurden 110 Liter pro m² gemessen in einer halben Stunde !!!

Somit ließen die ersten Einsätze nicht lange auf sich warten. Allerdings war die anfallende Einsatzfrequenz so hoch das Kräfte aus umliegenden Gemeinden wie z.B. Malschwitz, Großpostwitz, Kubschütz und Bautzen alarmiert wurden.

Gegen 15:13 Uhr wurde die Berufsfeuerwehr, die Ortswehr Bautzen-Mitte und die Ortswehr Niederkaina zu einem Großbrand nach Zschorna (Gemeinde Hochkirch) alarmiert. Laut Meldunge sollte ein Haus brennen, eins eingestürzt sein. Zusätzlich sollten sich noch eingeschlossene Personen darin befinden. Alle Fahrzeuge der Hauptwache, außer Gerätewagen-Gefahrgut und Mannschaftstransportwagen, übernahmen den Einsatz.

Die Anfahrt gestaltete sich extrem schwierig. Jegliche Zufahrt nach Zschorna war entweder durch unter Wasser stehende Straßen oder zerstörte Infrastruktur nicht möglich. Die letzte Zufahrt per B178 über die Ortschaft Spittel wurde dann gewählt. Hier fuhren allerdings nur die unbedingt benötigten Fahrzeuge durch, da die Straße völlig unter Wasser stand.

Vor Ort spielten sich dramatische Szenen ab, wie man sie eigentlich nur aus dem Fernsehen kannte – Doch hier wurden sie bittere Realität. Eine Art Drei-Seiten-Hof wurde an einer Ecke von einem reißenden Strom Wasser durchtrennt. Die Hausecke fehlte. Personen fanden sich in dem Gebäude – Allerdings war durch das Wasser kein herankommen. Parallel wurde durch die Rettungsleitstelle bereits der Rettungshubschrauber “Christoph 62” alarmiert.

Der Hubschrauber, speziell ausgerüstet mit einem Bergeseil für die Bergrettung, konnte nun die Personen sicher aus dem Haus retten.

Glücklicher Weise bestätigte sich die Meldung, dass ein Haus brennen sollte nicht. Bis die Rettung abgeschlossen war blieb die Bautzener Feuerwehr vor Ort. Danach übernahmen zwei Fahrzeuge noch Pumparbeiten in umliegenden Ortschaften.

Allerdings wurden die Kräfte gegen 17:00 Uhr über einen extrem schnellen Anstieg der Spree informiert. Alle Kräfte verlegten mit Sondersignal in das Stadtgebiet Bautzen.

Eingesetzte Kräfte und Mittel

Text: P. Stübner | Bilder: Feuerwehr

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