Extrem ergiebiger Dauerregen über Bautzen 20.07.11

Am 20.07.2011, wurde vom Deutschen Wetterdienst eine Unwetterwarnung vor extrem ergiebigen Dauerregen für den ostsächsischen Raum herausgegeben.

Aufsummiert sollten daher bis Freitag Nachmittag ca. 150l/qm Regen fallen.

Die Regenmengen ließen auch nicht lange auf sich warten.

Am Nachmittag, des 20.07.2011, wurde als erstes ein Wassereinbruch in ein Elektrofachgeschäft auf der Niederkainaer Straße gemeldet. Die Feuerwehr Niederkaina sicherte das Geschäft vor dem eindringenden Wasser.

Als nächstes wurde gemeldet, dass die Dresdener Straße höhe der ENSO komplett unter Wasser stehen solle. Da die Berufsfeuerwehr noch bei einem Verkehrsunfall auf der Autobahn gebunden war kam die Feuerwehr Stiebitz zum Einsatz.

Kurze Zeit später kam die Ortswehr Bautzen-Mitte zum Einsatz. Auf der Löbauer Straße stand ein Keller unter Wasser.

Auch der Pegelstand der Spree stieg wieder an. Allerdings konnte am Abend noch kein bedrohlicher Pegelstand festgestellt werden. Doch das sollte sich bis zum kommenden Morgen ändern.

Am Morgen des 21.07.2011 hatte die Spree (am Messpunkt “Weite Bleiche”) einen Wasserstand von ca 3,40m erreicht. Somit wurde die Alarmstufe 3 überschritten. Die Landeshochwasserzentrale schloss ein Erreichen der Alarmstufe 4 nicht aus.

Somit wurde lt. dem Alarmplan der Stadt Bautzen entsprechend Durchsagen im Spreetal gemacht um die Bevölkerung zu warnen. Im gleichen Zuge wurden alle Freiwilligen Feuerwehren der Stadt in Einsatzbereitschaft versetzt.

Weiterhin wurde in der Feuerwache in Bautzen eine technische Einsatzleitung (TEL) gebildet.

Durch die Feuerwehren aus Kleinwelka, Salzenforst, Bautzen-Mitte und Stiebitz wurden am ehem. Polizei Internat Sandsäcke gefüllt. Hier war auch die zentrale Anlaufstelle für Bürger die dringend Sandsäcke benötigten.

Erste größere Einsatzstelle war am Spreebad. Hier wurde durch die Ortswehr Bautzen-Mitte ca. 400 Sandsäcke verbaut um die Technikräume zu schützen.

Durch die Ortswehr Stiebitz wurden “Unterm Schloß” zum Schutz der Wohnhäuser mehrere Sandsäcke verbaut. Die Straße ist genau an der Spree gelegen.

An der “Hammermühle” auf der Seidauer Straße wurde ebenfalls ein Wassereinbruch gemeldet. Durch die Ortswehr Niederkaina wurden hier Sandsäcke zum Schutz verbaut.

Und es gab nun zum Nachmittag hin einige Regenpausen. Auch der Pegel der Spree stieg glücklicherweise nicht weiter. Gegen 13:00Uhr lag der Pegel bei ca 2,80m (Alarmstufe 2), dieser sank bis Abends 19:00 Uhr noch auf 2,07m (Alarmstufe 1).

Somit wurde gegen 15:15Uhr ein vorläufiges Ende des Einsatzes für die Freiwilligen Kräfte erteilt.

Dennoch war die Lage innerhalb der zwei Tage recht übersichtlich. Ca. 20 wetterbedingte Einsätze galt es an den zwei Tagen abzuarbeiten. Am Freitag, den 22.07.11 stieg die Spree kurzzeitig wieder bis kurz vor die Alarmstufe 2 an. Allerdings fiel der Pegel wieder sehr schnell.

Laut ersten Schätzungen zufolge fielen vom 20.7.2011 – 22.07.2011 um 120Liter pro Quadratmeter.

eingesetzte Kräfte und Mittel

  • BF Bautzen mit KdoW, TLF16/25, RW2
  • FF Bautzen-Mitte mit LF16/12, LF16-TS und MTW
  • FF Stiebitz mit LF8/6 und TLF16/45W
  • FF Niederkaina mit LF8/6, LF8-TS
  • FF Kleinwelka mit LF8/6 und MTF
  • FF Salzenforst mit TSF-W/Z
  • Beteiligungs- und Betriebsgesellschaft (BBB) mit Multicars