LKW mit Propanziol überschlägt sich auf BAB4

Am Donnerstagabend kam es zu einem LKW Unfall auf der Bundesautobahn 4 zwischen den Anschlussstellen Bautzen-West und Bautzen-Ost. Der LKW hatte Propandiol geladen welches als Nicht-kennzeichnungspflichtiges-Gefahrengut gilt.

Der Hänger löste sich von der Zugmaschine, überschlug sich und kam letztendlich auf der Seite zum liegen. Der Fahrer blieb unverletzt. Weiterhin riss sich der LKW den Tank auf, es liefen 150Liter Diesel ins Erdreich.

Gegen 16.45 Uhr wurde das THW Bautzen zur Stauvorwarnung von der Autobahnpolizei angefordert. Die Autobahn 4 in Richtung Görlitz wurde halbseitig gesperrt.

Um die Unfallstelle zu beräumen wurde nun ein Abschleppunternehmen hinzugerufen. Dieser verweigerte allerdings die Mitnahme des LKW-Anhängers, da dieser ja noch das Propandiol an Bord hatte.

Somit wurde ein TUIS Fachberater telefonisch um Rat gebeten wie denn nun weiter verfahren werden könnte. Dieser informierte die Werkfeuerwehr Schwarzheide die mit GW-Gefahrgut zu Einsatzstelle kamen (5km von der E-Stelle entfernt steht die komplette Technik dafür!!)

Beim Eintreffen der Werkfeuerwehr Schwarzheide wird zunächst der Einsatzleiter der Feuerwehr gesucht – Allerdings ist natürlich keine Feuerwehr vor Ort. Somit wird dann 04:23Uhr nachdem fast 12Stunden seit Beginn des Unfall verstrichen sind (!!!) erstmal die Berufsfeuerwehr aus Bautzen alarmiert.

Kurz vor Beginn des Berufsverkehres wird dann endlich mit dem Umpumparbeiten begonnen. Durch die BF Bautzen wurde die Absicherung mittels eines CM Rohres gestellt. Weiterhin wurden Laufsteg und Domdeckel beseitigt.

Gegen 06:45Uhr wird die diensthabende Wachabteilung vor Ort abgelöst und übernimmt die weitere Absicherung bis ca. 09:10 Uhr. Der Anhänger ist nun komplett umgepumpt in einen Ersatz-LKW einer Spedition.

Nun ist der Einsatz nach fast 16 geschlagenen Stunden beendet!!!

Wäre die nötige fachliche Kompetenz dafür vorhanden gewesen hätte der Einsatz einige Stunden eher beendet werden können, die Autobahn eher wieder freigegeben werden und es hätten nicht unnötig unzählige freiwillige Kräfte gebunden werden müssen (z.B. THW). Auch hätte die Kontamination des Erdreiches auf ein Minimum begrenzt werden können. Weiterhin hätte nicht für den PKW Brand am frühen Morgen auf der Autobahn 4 noch eine Freiwillige Wehr zusätzlich alarmiert werden müssen.

An dieser Stelle möchten wir uns bei der Werkfeuerwehr Schwarzheide für die gute Zusammenarbeit bedanken!

Bilder: Lausitznews.de