Brand und Explosion einer Lagerhalle in Großdubrau

Am Morgen des 30.06.2010 kam es im Gewerbegebiet Großdubrau, in einem Metallverarbeitenden Betrieb zu einer Explosion mit Brandfolge.

Daraufhin alarmierte die Leitstelle Bautzen die Ortswehren Großdubrau, Crosta, Radibor und Milkel.

Vor Ort bot sich den Kräften folgende Lage: Die Halle brannte in voller Ausdehnung sowie dem Gefahrstofflager. Auch ein Gabelstapler wurde in Mitleidenschaft gezogen.

Nachdem sich rausstellte dass es sich um brennenden Kaliumpermanganat (brandfördernd + explosionsgefährlich) handelt wurden Komponenten des ABC Zuges (Messen/Erkunden und Dekontamination) sowie der Fachberater für Gefahrgut aus Bautzen in Marsch gesetzt.

Weiterhin wurden weitere PA-Träger + Geräte und Pulveranhänger zur Einsatzstelle beordert.

Die Einsatzstelle wurde in 4 Abschnitte unterteilt:

  • Abschnitt 1 + 2 waren für die Brandbekämpfung zuständig
  • Abschnitt 3 für den Rettungsdienst und
  • Abschnitt 4 für die Dekontamination

Ein Sicherheitsradius von 300m um die Halle wurde eingerichtet, es durften sich keine Privatleute innerhalb des Radiuses aufhalten da Explosionsgefahr bestand.

Anwohner im Umkreis von 3km wurde geraten Fenster + Türen geschlossen zuhalten.

Da sich der brennende Stoff in der Halle befand wurden die Seitenwände der Halle geöffnet und erste Löschversuche mittels Pulver gestartet. Allerdings war dies nur von mäßigem Erfolg gekrönt. Letztendlich entschied sich die Einsatzleitung dazu das brennende Kaliumpermanganat mit Sand abzudecken und somit den nötigen Sauerstoff zu entziehen.

Zivilisten kamen bei dem Brand nicht zu schaden, allerdings verletzte sich ein Kamerad bei Löscharbeiten am Knöchel und musste durch den vor Ort befindlichen Rettungsdienst versorgt werden.

Während des Einsatzes der BF Bautzen in Großdubrau wurde die FF Bautzen-Mitte in Dienst gerufen um die Hauptwache zu besetzen. In dieser Zeit gab es keine “echten” Einsätze abzuarbeiten. Allerdings wurde eine Absicherung mit LF16/12 und TLF16/45W bei Brandversuchen gestellt.

Zahlen und Fakten

Ca. 120 Einsatzkräfte waren mit folgender Technik am Ort

  • FF Großdubrau mit TLF16/45W, TSF-W und LF16-TS
  • FF Crosta mit TLF16 und SW2000
  • FF Klix mit TLF16
  • FF Sdier mit TSF-W
  • FF Radibor mit LF8/6
  • FF Milkel mit TLF16/45W, TSF-W und MZF
  • FF Spittwitz mit LF16/12 und Pulveranhänger
  • FF Bischofswerda mit LF16-TS, MTW und Pulveranhänger
  • FF Frankenthal mit ErrkW
  • FF Rammenau mit TLF16/24-Tr und DeKon-P
  • BF Bautzen mit TLF16/25, GW-AS, ELW mit Fachberater Gefahrgut und MTW
  • FTZ Kamenz mit GW-AS
  • Kreisbrandmeister mit 2 ELW
  • SEG ASB Bautzen
  • DRK Bautzen mit RTW und NEF
  • DRK Königswartha mit RTW
  • Polizeirevier Bautzen

Text: Paul Stübner | Bilder: Lausitznews.de
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